Sprachengebet und seine Auslegung

Ein Sprachengebet ist ein Gebet, das der Heilige Geist dem Beter schenkt. Es geschieht in einer Sprache, die der Beter nicht versteht. Im Sprachengebet werden wir nicht durch eigene Gewohnheiten, Überllegungen und Bedenken blockiert, sondern der Heilige Geist hat den Freiraum, uns das beten zu lassen, was jetzt gerade angemessen, nötig oder wichtig ist. Das Sprachengebet ist eine große Hilfe, wenn wir nicht wissen, was jetzt gebetet werden soll, oder wenn wir zu müde und zu erschöpft sind, noch einen klaren Gedanken zu fassen.

Die Auslegung eines Sprachengebets ist ein vom Heiligen Geist gegebenes Gebet, das den Inhalt des Sprachengebets in einer Sprache wiedergibt, die den beteiligten Betern verständlich ist. Ich, Reiner, habe selber erlebt, wie jemand, der die Fremdsprache eines Sprachengebets verstand, die gegebene Auslegung dieses Sprachengebets bestätigen konnte. Ich habe erlebt, wie in Gebetsgemeinschaften Sprachengebete und ihre Auslegung eine große Hilfe waren, Gott besser zu loben.

In manchem gleicht das Sprachengebet dem Aufsagen eines Gedichts in einer Fremdsprache: Es ist überschwenglich, wenn der Beter auch sonst überschwenglich betet, es ist sehr nüchtern und trocken, wenn der Beter normalerweise so betet.

Es ist nie zwanghaft, der Beter entscheidet, ober er es betet oder nicht. Es kommt allerdings vor, daß man in bestimmten Situationen entdeckt, daß der Heilige Geist in uns in Sprachen betet. Insgesamt ist das Beten in Sprachen eine Hilfe zum persönlichen Gebet und hilft uns, im Glauben und in der Beziehung zu Jesus Christus zu wachsen. Zusammen mit der Gabe der Auslegung ist es ein großer Gewinn für das Gebet der Gemeinde.

Sprachengebet und seine Auslegung bekommt man geschenkt, wenn man Gott darum bittet. Selbst wenn wir den Inhalt des Sprachengebetes dann nicht verstehen, können wir sicher sein, daß uns Gott damit nichts Verkehrtes oder gar Vergiftetes gibt (Mt. 7, 8 – 11). Nach 1. Kor. 13, 8 -12 wird das Sprachengebet aufhören, sobald wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen.. So weit ist es aber bis heute noch nicht, und deshalb sind das Sprachengebet und seine Auslegung auch heute noch legitime und hilfreiche Gaben des Heiligen Geistes.

In 1. Kor. 14 ermahnt Paulus die Gemeinde in Korinth, sich mit großem Eifer um die Gaben des Sprachengebets und der Auslegung des Sprachengebets zu bemühen. In den Gottesdiensten sollte Raum dafür sein.

Wie kommt es nun, daß das Sprachengebet in vielen Jahren der Geschichte der Kirche Jesu Christi fast keine Rolle spielte? Uns scheint dies zwei Ursachen zu haben: Zum einen ist es vielen Christen nicht deutlich, wie sehr wir für unser Leben als Christen den Heiligen Geist wirklich brauchen, und es scheint ihnen als völlig ausreichend, wenn sie mit eigenen Kräften das nachahmen, was ihen eigentlich der Heilige Geist schenken will. Zum anderen ist es ein Bestreben des Menschen, alles möglichst unter Kontrolle zu halten. Dabei wollen sie aber einem Meister nachfolgen, der während Seines Erdenlebens nicht wußte, wo Er die nächste Nacht schlafen würde (Mt. 8, 20), und der so von Seinem himmlischen Vater abhängig war, daß Er nichts von sich selber aus tun konnte (Joh. 5, 19). Unser beider Erfahrung ist es, daß wir, je länger wir mit Jesus leben, desto weniger im Griff haben. Je mehr man dabei Gott vertraut, desto schöner wird es.


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